Die Themen der Piktogramme

Das Individuum

Deutschland: Deutsche legen sehr viel Wert auf ihre Individualität und sind stolz darauf, was sie erreicht und geleistet haben. Es ist durchaus gut angesehen, Werbung in eigener Sache zu machen und es wird in diversen Erfolgsratgebern geraten,  sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Deutsche kennen zwar auch das Sprichwort „Bescheidenheit ist eine Zier“, aber in der modernen Geschäftswelt findet diese Lebensweisheit heute sicher kaum Anerkennung.

Im Piktogramm steht die einzelne, groß dargestellte Figur für diesen Individualismus.

Japan: Japaner neigen dazu, weniger sich selbst und die eigenen Erfolge darzustellen, als vielmehr den Erfolg einer Gruppe zuzuschreiben.  Es ist nicht so wichtig, was man als Einzelner geleistet hat, sondern, wen man kennt und von wem man gefördert wurde oder wird. Die Universität, an der man studiert hat, die Firma, für die man arbeitet, die Erfolge der eigenen Arbeitsgruppe. Man lässt sich deshalb auch lieber von einem Vorgesetzten in neue Gruppen einführen, statt sich selbst zu präsentieren.

Im Piktogramm stehen die neun kleineren, aber gleich großen Figuren für das Eingliedern des Einzelnen in die Gruppe.

 

 

Pünktlichkeit                                                                  

Deutschland: Deutsche gelten im weltweiten Vergleich  als pünktlich, aber das akademische Viertel  als akzeptable Verspätung wird doch sehr oft gelebt. Was als universitäre Praxis üblich ist, wird auch in vielen anderen Lebensbereichen, selbst in der Arbeitswelt, als hinnehmbar akzeptiert und selten negativ beurteilt.

Im Piktogramm ist das akademische Viertel durch die grauen Strahlen angedeutet.

Japan:  Japaner achten sehr genau auf Pünktlichkeit. Selbst kurze Verspätungen gelten als unhöflich. Beim Kundenbesuch beispielsweise kommt eine Verspätung einer unerhörten Respektlosigkeit gleich. Bei privaten Verabredungen kündigt man selbst geringe Verspätungen  telefonisch an. Lediglich bei firmeninternen Veranstaltungen unter Kollegen sind Verspätungen akzeptabel, wenn man einen anderen wichtigen Termin korrekt beenden musste.

Im Piktogramm steht der auf die Zwölf zeigende Strich für die exakte Pünktlichkeit.

 

 

Entscheidungen

Deutschland: In Deutschland werden Entscheidungen meist in höhergelegenen Hierarchieebenen diskutiert, beschlossen und verkündet. In den betroffenen Abteilungen beginnen oft erst danach die fachlichen Grundsatzdiskussionen, bevor der eigentliche Prozess der Durchführung in Gang kommt. Durch dieses Vorgehen entsteht der Eindruck von entschlusskräftigem und raschem Entscheiden, das aber in der Regel ähnlich lang benötigt, bis das Ziel erreicht ist, wie in Japan.

Im Piktogramm steht der große sprechende Kopf im oberen Quadrat für den Vorgesetzten, der eine Entscheidung ausspricht, darunter stehen die miteinander diskutierenden Mitarbeiter. Der untere Pfeil und der anschließende Kreis stellen die Durchführung der Entscheidung dar.

Japan: In Japan gilt, wann immer möglich, das Prinzip der Bottom-up-Entscheidungen. Planungen und Entscheidungen werden hier im Vorfeld ausführlich diskutiert, bevor der Vorgesetzte einen Beschluss verkündet. Man spricht auch von Nemawashi, was bedeutet, dass möglichst vielfältige Betrachtungen der anstehenden Entscheidungen unter den Betroffenen geführt werden. Diese Ergebnisse dienen den Vorgesetzten als Entscheidungshilfe und als Unsicherheitsvermeidung bei Fachfragen. Von außen entsteht durch dieses Vorgehen der Eindruck eines überlangen Prozesses.

Im Piktogramm ist die Reihenfolge eine andere als in Deutschland. Am Anfang diskutieren die Mitarbeiter, dann verkündet der Chef die Entscheidung und anschließend wird diese durchgeführt.

 

 

Durchführung von Entscheidungen

Deutschland: In Deutschland ist es üblich, eine einmal getroffene Entscheidung nicht mehr zu hinterfragen und nachträglich zu diskutieren. Man hält dies für ineffektiv und rückwärtsgewandt.

Im Piktogramm zeigt der Kreis die getroffene Entscheidung und der lange Pfeil deren Ausführung.

Japan: In Japan werden bereits getroffene Entscheidungen häufig neu diskutiert und beurteilt, wenn neue Gesichtspunkte wichtig erscheinen. Trotz dieser Störungen ist die Dauer der Durchführung von getroffenen Entscheidungen eher kürzer als in Deutschland. Dies ist auch auf deutlich längere Arbeitszeiten von Büroangestellten zurückzuführen.

Im Piktogramm ist der Pfeil der Ausführung durchbrochen durch Pfeile von außen, die neue Gesichtspunkte darstellen, dennoch ist der Pfeil bis zum Ziel kürzer. 

 

 

Städtischer Wohnwunsch

Deutschland: Der durchschnittliche Deutsche träumt auch in der Stadt von einem alleinstehenden Haus mit kleinem Garten, Wohnstraße und abgeschirmt von Lärm. Für die täglichen Wege zu Schulen, Supermärkten, Kinos benutzt er dann häufig das Auto.

Japan: Der durchschnittliche Japaner möchte in der Stadt in einem komfortablen Hochhaus mit guter Heizung, guten Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten, Wachpersonal und guter Nahverkehrsanbindung wohnen. Er bewegt sich in erster Linie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder U-Bahnen.

Im Piktogramm zeigt die Grafik unten im Gebäude eine Mütze, die einen Wachmann symbolisieren soll.

 

 

Wellness

Deutschland: Die in Deutschland heute sehr beliebten Saunen nach finnischem Vorbild gibt es erst seit etwa 100 Jahren. Sie sind heute so beliebt, dass kein besseres Hotel und keine große Schwimmbadlandschaft darauf verzichten kann. Man sitzt nackt mit fremden Menschen beiderlei Geschlechts in der heißen Luft und es fließt viel Schweiß.

Im Piktogramm sind die Symbole für Mann und Frau zusammen in einer Saune, die durch Wände angedeutet wird. Die seitlich angebrachten Tropfen symbolisieren den Schweiß.

Japan: In Japan kennt man finnische Saunen, aber sie sind eher selten. Dafür hat Japan eine eigene jahrhundertealte Wellnesskultur. Die fast überall im Land vorkommenden natürlichen heißen Quellen  werden schon sehr lange als heilend betrachtet, sowohl körperlich als auch seelisch. Sie sind fast immer nach Geschlechtern getrennt und man reinigt sich vor dem Eintauchen ins heiße Wasser sehr gründlich in einem gesonderten Waschraum.

Im Piktogramm sind die Bäder in Blau durch das japanische Symbol für Onsen (heiße Quelle) dargestellt, in denen die wissenschaftlichen Zeichen für Mann und Frau gerennt sitzen.

 

 

Goldig

Deutschland: In Deutschland gelten makellose, gerade Zähne schon lange zum Schönheitsideal. Fast alle Kinder tragen irgendwann in ihrer Jugend Zahnspangen, um auch kleine Stellungsfehler zu beheben.

Japan: In Japan ist die Zahnpflege ebenfalls sehr wichtig, aber schief gestellte Zähne gelten vor allem bei Mädchen als goldig. Viele Stars zeigen ihre schiefen Zähne stolz, z.B. Mitglieder der neuen Popgruppe TYB48. Es gibt Zahnärzte, die als modisches Accessoire für rund 400 $ abnehmbare Zahnkappen anfertigen, die eine Schiefstellung vortäuschen. http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rG2h67SQL60

 

 

Schlange stehen

Deutschland: In Deutschland fällt es oft schwer, Schlange zu stehen. Auf einem Bahnsteig, beim Skilift oder bei der Öffnung eines Geschäfts wird meist ein Pulk gebildet.

Japan: In Japan stellt man sich sehr akkurat an, egal ob auf Bahnsteigen, an Kinokassen, vor Geschäften oder Restaurants. Wenn zu wenig Platz ist für eine lange Schlange, stellt man sich neben der Warteschlange erneut an, um die erste Reihe an sich vorbeiziehen zu lassen und dann aufzurücken. Auf Verstöße von Unwissenden wird mitunter reagiert und man wird auf seinen korrekten Platz gestellt.

 

Wahrheit:

Deutschland: In Deutschland ist es wichtig, für seine Meinungen und Überzeugungen einzustehen und das, was man denkt in der Regel auch zu sagen. Es kann unter bestimmten Situationen Ausnahmen geben, aber dies darf nicht zu häufig vorkommen, da man ansonsten als unglaubwürdiger Mensch gilt.

Im Piktogramm ist die Wolke das Symbol für das Gedachte und das Rechteck das Symbol für das Gesagte.

Japan: In Japan gilt, dass man sich situationsbezogen äußern sollte. Es ist immer wichtig, sich harmoniebedacht zu verhalten, vor allem auf derselben Hierarchieebene und nach oben in der Hierarchie. Deshalb kommt es vor, dass Japaner sich zu bestimmten Themen überhaupt nicht äußern, oder das sagen, was sie im Moment für möglichst konfliktarm erachten. Für die wahre Meinung ist an der passenden Stelle dann Raum und Zeit.

 

 

Der Kunde:

Deutschland: In Deutschland sind die Hierarchieunterschiede zwischen Kunden und Verkäufern in heutiger Zeit nicht mehr so groß. Viele politische Diskussionen, z.B. die Bewegung der 68er-Generation und nicht zuletzt das christliche Prinzip der Gleichheit aller Menschen haben dazu geführt, dass wir uns heute oft auf Augenhöhe begegnen und beispielsweise viele Kunden auf wenige Verkäufer warten müssen.

Im Piktogramm steht die einzelne graue Figur für den Verkäufer und die vier schwarzen Figuren für die Kunden. Alle sind gleich groß, was die Gleichstellung der Figuren zeigen soll.

Japan: In Japan gilt auch heute noch sehr stark: „Der Kunde ist Gott“. Man versucht, dem Kunden alles recht zu machen und verspricht ihm mitunter Dinge, die nicht erfüllbar sind. Dies führt in der internationalen Zusammenarbeit häufig zu großen Unstimmigkeiten. Zwei Gründe sind für dieses Verhalten verantwortlich: Das konfuzianistische Prinzip der Ungleichheit der Menschen. Je nachdem mit wem man zusammentrifft, steht man über oder unter der anderen Person, abhängig z.B. von Alter, Erfahrung, Geschlecht. Daneben war Japan viele Jahrhunderte streng feudalistisch geordnet und die Kaufleute standen auf der untersten sozialen Stufe, immer misstrauisch und mit einer gewissen Argwohn betrachtet. All dies trägt bis heute zum speziellen japanischen Kundenservice bei.

Im Piktogramm steht die übergroße, kräfig rote Figur für den Kunden, der einen "Heiligenschein" trägt, der die Redensart "Der Kunde ist Gott" symbolisiert. Umgeben ist diese Figur von vier deutlich kleineren, heller roten Figuren, die die Verkäufer und ihren niedrigeren Stand in der Hierarchie darstellen.

 

 

Körperpflege:

Deutschland: In Deutschland ist es heute üblich, vor dem Beginn eines Arbeitstages zu duschen und so frisch und wach in den neuen Tag zu starten.

Japan: In Japan ist das abendliche Bad sehr wichtig. Egal, wann man nach Hause kommt, es gehört zum Abendritual. Hierbei steht die körperliche Reinigung an zweiter Stelle, (man duscht sich gründlich vor der Badewanne, bevor man ins heiße Wasser steigt), wichtiger ist es, sich den Stress des Tages von der Seele zu waschen.

 

 

Mahlzeiten

Deutschland: In Deutschland ist es üblich, zwei kalte Tagesmahlzeiten und traditionell zur Mittagszeit eine warme Mahlzeit einzunehmen. Es herrscht die Meinung vor, dass häufigeres warmes Essen zu Gewichtszunahme führt, ein warmes Essen am Tag aber gesund und wichtig ist. Deutsche sind zu ca. 52 % übergewichtig.

Im Piktogramm symbolisieren die Eiskristalle die kalten Speisen, die nach oben ragenden Linien heißen Dampf und die verschieden großen Teller die Größe der Mahlzeiten.

Japan: In Japan ist es üblich dreimal täglich warm zu essen. Es gibt häufig kalte Beilagen, z.B. zum Frühstück Salat oder kalter Fisch, aber warmer Reis oder eine warme Suppe ist immer ein Bestandteil des Essens, auch bei Sushi. Kaltes Essen gibt es nur in Ausnahmefällen und es gilt gemeinhin nicht als vollwertige Mahlzeit. Sushi stellt eine Ausnahme dar und wird nur ab und zu genossen, meist mit einer heißen Suppe zum Abschluß. Japaner sind zu ca. 30% übergewichtig.

Im Piktogramm symbolisieren die Eßschalen, dass zu jeder Mahlzeit warmer Reis gegessen wird. 

 

 

Hierarchie

Deutschland: In Deutschland werden flache Hierarchien bevorzugt. Kollegial agierende Vorgesetzte, die ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnen und nur selten über diese hinausragen sind beliebt. Jeder Mitarbeiter kann offen und über unterschiedliche Hierarchieebenen hinweg fachliche Diskussionen führen und seine Meinung äußern.

Im Piktogramm symbolisieren die vier Figuren rechts und links die Mitarbeiter und die geringfügig größere Figur in der Mitte den Vorgesetzten.

Japan: In Japan spielt Hierarchie eine wichtige Rolle im Geschäftsleben. Der Vorgesetzte steht im Ansehen weit über seinen Mitarbeitern und er übt starke Macht über sie aus. Er muss sich beispielsweise nicht an die Regeln der Harmonie seiner Gruppe gegenüber halten. Für Mitarbeiter ist es unmöglich, sich ohne Unterstützung des eigenen Vorgesetzten an andere Höherrangige im Unternehmen zu wenden, auch bei fachlichen Fragen. Die Respektbezeugungen anhand von Sprache und Körpersprache werden in der Ausbildung geübt und es wird peinlich darauf geachtet, keine Fehler zu machen.

Im Piktogramm symbolisiert die sehr große Figur in der Mitte den Vorgesetzten und die sich in seine Richtung verbeugenden kleineren Figuren dessen Mitarbeiter.

 

Gefühle

Deutschland: In Deutschland herrscht die Meinung vor, dass man krank wird, wenn man seine Gefühle häufig unterdrückt. Emotionalität ist im Geschäftsleben nicht unbedingt erwünscht, aber die Gefühle und Gedanken werden doch oft gezeigt, z.B. Fingertrommeln, Stirnrunzeln, Kopf schütteln, Kopf neigen, Augen verdrehen…

Im Piktogramm symbolisieren die Gesichter in den neun Quadraten verschiedene Gefühle, die offen gezeigt werden.

Japan: In Japan gibt es ein Sprichwort: „Der Krieger zeigt seine Gefühle nur einmal alle zehn Jahre“. Es gilt als unangebracht, seine Emotionen zu zeigen, auch wenn sie natürlich "hinter vorgehaltener Hand" existieren. Auf andere Kulturen wirkt dieses Verhalten oft undurchsichtig. Da vor allem negative Gefühle nicht gezeigt werden, wirken Japaner auf Ausländer extrem ausgeglichen und durchweg freundlich. Eine Ausnahme stellen mitunter japanische Kunden dar.  

Im Piktogramm finden sich die selben Gesichter mit den selben Gefühlen wie auf der linken Seite. Hier werden sie allerdings durch die darüber plazierte Hand versteckt.

 

Schlafen

Deutschland: Hier gilt es als medizinische Notwendigkeit, nachts sechs bis acht Stunden zu schlafen, in einem dunklen, geschützten Raum mit angenehmer Temperatur. Nur dann ist man leistungsfähig und konzentrationsfähig. Die Nachtruhe ist gesetzlich geregelt und Verstöße dagegen können polizeilich verfolgt werden.

Im Piktogramm symbolisiert der Mond die Nacht, in der acht Stunden geschlafen wird. Darunter das Bett, in dem man Ruhe findet.

Japan: Japaner schlafen schon als Babys dort, wo ihre Eltern sind. Schlafbedingungen müssen nicht geschützt sein, man kann überall schlafen: Im Einkaufszentrum, in der Bahn, im geparkten Auto, im Meeting, in der Kneipe. Nächtlicher Schlaf dauert oft nur vier Stunden und es ist legitim, tagsüber bei sich bietenden Gelegenheiten kurz einzunicken.

Im Piktogramm findet sich zusätzlich die Sonne, die den Tag darstellt, mit einer bis zwei Stunden Schlaf. Im Zug ist ein schlafendes Gesicht zu sehen, das die Tagesnickerchen an öffentlichen Orten zeigt.

 

Problemen begegnen

Deutschland: Probleme werden in Deutschland meist sehr direkt und klar angesprochen, es gilt als charakterstark und berechenbar "klare Kante" zu zeigen. Dies ist effizient, spart Zeit und Geld.

Im Piktogramm ist das Gesicht mit einem unfreundlichen Mund dargestellt und die Symbole in der Sprechblase zeigen kritische und negative Themen an.

Japan: Wenn dringende Probleme angesprochen werden müssen, neigen Japaner dazu, diese freundlich zu verpacken, im Piktogramm von "Eiche und Bambus" die Gewitterwolke. Unter vielen Komplimenten und positiven Aussagen findet sich mitunter die Kritik, die dann von Nichtjapanern mühsam entschlüsselt werden muss. 

Im Piktogramm ist das Gesicht mit einem lächelnden Mund dargestellt, die Sprechblase zeigt freundliche, poitive Themen, unter denen eine Gewitterwolke als kritisches Thema versteckt ist.

 

Außendarstellung des Chefs

Deutschland: Von deutschen Chefs wird erwartet, sich nach innen und außen zu profilieren. Zurückhaltende und stille Menschen werden weniger wahrgenommen und häufig als führungsschwach betrachtet. Dies hat zur Folge, dass sich deutsche Chefs nach außen selbstbewusst darstellen und bespielsweise bei Meetings viel sprechen und Entscheidungen vorantreiben.

Im Piktogramm ist die Figur groß dargestellt, was die körperliche Präsenz zeigt und viele Sprechblasen zeigen die verbale Präsenz. 

Japan: Japanische Chefs sind nach außen oft sehr zurückhaltend. Mitunter tragen sie die gleiche Firmenuniform wie ihre Mitarbeiter, halten sich extrem mit Meinungsäußerungen zurück und neigen zu Nickerchen bei Meetings. Statt zu sprechen wie im Piktogramm für Deutschland, hört der japanische Chef zu und denkt über das Gehörte nach.

Im Piktogramm ist die Figur kleiner und mit Denkblasen dargestellt. Beides steht für körperliche und verbale Zurückhaltung. 

 

Das Klischee vom anderen

Deutschland: Sushi, grüner Tee und Geishas sind einige der Klischees, die Deutsche von Japanern haben. Leider ist meist kaum mehr bekannt über Land und Leute.

Japan: Wurst, Bier und Neuschwanstein sind die Dinge, die alle Japaner mit Deutschland verbinden. Allerdings wissen Japaner oft auch darüber hinaus erstaunlich viel über deutsche Persönlichkeiten, Geschichte und Kultur.

 

Umgang mit Sachverhalten

Deutschland: In Deutschland wird erwartet, dass Mitarbeiter und auch die Mitmenschen im Alltag "mitdenken". Das bedeutet, dass viele Sachverhalte immer wieder von den Beteiligten kritisch hinterfragt werden, auch die Arbeit von Spezialisten wie Ärzten, Apothekern oder Lehrern ist hiervon nicht ausgenommen. Selbst Sachverhalte, die sich nicht ändern lassen, wie Verspätungen, Lieferprobleme, Preiserhöhungen etc. werden nicht hingenommen sondern verlangen nach Erklärungen. 

Im Piktogramm sind die kritische Fragen durch viele, unterschiedlich große Fragezeichen, die aus allen Richtungen kommen, dargestellt. 

Japan: In Japan werden viele Entscheidungen von hierarchisch höher stehenden Personen, Ämtern und Behörden meist einfach akzeptiert und selten diskutiert. Im Krankheitsfall erhält man beispielsweise eine abgezählte Anzahl von Medikamenten mit rudimentären Beipackzetteln.

Im Piktogramm ist die Akzeptanz des Einzelnen dargestellt durch gleich große Ausrufezeichen, die in der Summe die Geschlossenheit der Gruppe zeigen.   

 

Deutung des Charakters

Deutschland: Sehr oft hört man die Frage nach dem Sternzeichen, was häufig auch eine charakterliche Einschätzung bedeutet, z.B. gilt der Stier als zuverlässig, der Schütze als optimistisch, die Waage als harmoniebedacht.

Im Piktogramm zeigt die Sprechblase mit den Symbolen für Fische und Waage ein Gespräch über Sternzeichen.

Japan: Japaner interessiert im Gegensatz dazu die Blutgruppen der Mitmenschen. Bereits 1927 ist ein Buch zu diesem Thema erschienen und heute werden jährlich mehrere Millionen Bücher verkauft, die sich mit den Blutgruppen und ihren Einfluß auf den Charakter beschäftigen. Es gibt Datings, die sich an Blutgruppen orientieren, Parfums für die jeweilige Blutgruppe usw. AB gilt beispielsweise als geheimnisvoll, A als perfektionistisch, B als Frohnatur und 0 als neugierig.

Im Piktogramm zeigen die Symbole A, B, AB,0 in der Sprechblase ein Gespräch über Blutgruppen.

 

Etwas nicht verstehen

Deutschland: Wenn etwas nicht verstanden wird, fragt man in Deutschland normalerweise direkt nach.

Piktogramm: der geöffnete Mund zeigt das direkte Nachfragen an, das durch die Sprechblase mit dem Fragezeichen symbolisiert wird.

Japan: Wenn etwas nicht verstanden wird, zeigt man dies meist nicht, lächelt freundlich und versucht sich auf anderem Weg zu informieren. Es gibt eine Redensart: "Fragen ist für Kinder".

Piktogramm: der geschlossene, lächelnde Mund zeigt an, dass das direkte Nachfragen ausbleibt.

 

 

Sitzordnung im Büro

Deutschland: In Deutschland schätzen Angestellte Einzelbüros. Zumindest Führungskräfte verfügen über ein helles Einzelbüro mit möglichst vielen Fenstern. In Großraumbüros wird darauf geachtet, dass die Mitarbeiter nicht enger sitzen als nötig und die Schreibtische haben eine angemessene Größe.

Piktogramm: Der Vorgesetzte sitzt in einem Einzelbüro mit vier Fenstern und einer Tür nach außen. Die Mitarbeiter sitzen im Großraumburo in kleinen Sitzgruppen. Hier gibt es ebenfalls ein Fenster, eine Tür nach außen und eine Tür zum Vorgesetzten, die Schreibtische sind größer als im japanischen Piktogramm.

Japan: In Japan gibt es nur für höchstrangige Führungskräfte Einzelbüros. Abteilungsleiter und Gruppenleiter sitzen bei ihren Mitarbeitern.

Piktogramm: Die hier dargestellte Sitzordnung zeigt oben, mit dem Fenster im Rücken den Abteilungsleiter, in seinem Blickfeld sitzen zwei Gruppen mit den jeweiligen Gruppenleitern an der oberen Stirnseite. Die Schreibtische sind klein, oft muss das Laptop hochkant gestellt werden, um das mitgebrachte Mittagessen auf den Schreibtisch zu stellen.  

 

Netzwerk

Deutschland: Netzwerke werden in Deutschland von Einzelpersonen oft nicht sehr sorfältig gepflegt. Wenn ein deutscher Angestellter ein bestimmtes Projekt beendet hat, macht er sich meist nicht die Mühe, mit den Beteiligten darüber hinaus Kontakt zu halten.

Piktogramm: Im dargestellten Piktogramm gibt es nur wenige Verbindungen zwischen den einzelnen Punkten.

Japan: Sein Netzwerk ist für einen japanischen Angestellten ein überaus wichtiger Aspekt seines Berufslebens. Er vergrößert sein Netzwerk bei jeder Gelegenheit, auch indem er mit möglichst vielen Personen Visitenkarten austauscht und versäumt es nicht, dies auch nach abgeschlossenen Projekten zu pflegen und sei es nur mit einer Grußkarte zum Neuen Jahr.

Piktogramm: Das Piktogramm zeigt zahlreiche Verbindungen zwischen allen Punkten.

 

Bei Erkältung

Deutschland: In Deutschland sind erste Maßnahmen bei Erkältungen ein heißes Bad und Erkältungstees.

Japan: In Japan steht es bei einer Erkältung an erster Stelle, eine schützende Gesichtsmaske zu tragen. Diese bietet sowohl dem Erkälteten als auch den Gesunden in seiner Umgebung Schutz vor Viren. Als unterstützende Maßnahme wird gerne warmer Sake getrunken.

 

Kleinfamilie

Deutschland, Japan: Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten in Deutschland und Japan. Das Wissen darum ist in Japan meist ausgeprägter, da sich auch die Medien häufig mit Deutschland beschäftigen. So gab es z.B. zum 20sten Jahrestag der Deutsch-Deutschen Wiedervereinigung zahlreiche Berichte und Fernsehsendungen in Japan. 

Sowohl in Japan als auch in Deutschland ist die statistische Geburtenrate sehr gering und deshalb gibt es zahlreiche Kleinfamilien mit nur einem Kind.

 

Umgang mit Regeln

Deutschland: Die deutsche Eiche bewegt sich auch im Sturm nicht und der deutsche Bürger kennt seine Rechte und die geltenden Regeln sehr genau. Es kann vorkommen, wenn man eine rote Ampel überquert, dass man angesprochen wird. Rauchenden Müttern kann es passieren, dass sie auf ihr schädliches Verhalten hingewiesen werden und ein Radfahrer auf dem Gehweg läuft Gefahr, von Passanten jäh gestoppt zu werden.

Japan: Es gibt ein japanisches Sprichwort: "Der Bambus wiegt sich im Sturm, aber er bricht nicht". Japanern ist es im täglichen Leben vertraut, viele Regeln etwas weiter auszulegen. Niemand würde einen bei Rot die Ampel überquerenden Passanten darauf hinweisen, dass dies gefährlich ist. Eine Schnur mit Hinweisschild auf ein Parkverbot für Fahrräder wird kreativ weiter oben befestigt, so dass man Fahrräder unter der Schnur abstellen kann. Schlafen im geparkten Auto bei laufendem Motor, um die Klimaanlage laufen zu lassen veranlasst hier keinen Passanten zu Belehrungen über Luftverschmutzung.

 

Wirtschaftswunder

Deutschland und Japan: Beide Länder haben in der neueren Geschichte eine ähnliche Vergangenheit. Beide waren Anfang des 20. Jahrhunderts Aggressoren und führten in ihren Regionen Angriffskriege. Die Folge war sowohl in Deutschland als auch in Japan ein verlorener Krieg und in weiten Teilen zerstörte Städte und zerstörte Industrien. Dennoch schafften es beide Nationen in rasanter Geschwindigkeit, ihre Industrie und die Wirtschaft neu zu ordnen und sehr erfolgreich zu agieren. Heute ist Japan hinter den USA und China drittgrößte Wirtschaftsnation und Deutschland viertgrößte, was gemessen an den geringen Flächen und den vergleichsweise geringen Einwohnerzahlen bemerkenswert ist. Die Piktogramme zeigen kleine Länder mit großer industrieller Stärke.

 

Lieblingsgetränk

Deutschland und Japan: Noch eine Gemeinsamkeit, die man in Deutschland wahrscheinlich vermutet hätte, in Japan eher nicht. In beiden Ländern wird beim abendlichen Ausgehen mit Kollegen und Freunden am liebsten Bier getrunken. In Japan mit dem neusten Trend: Eine Haube aus gefrorenem Bierschaum wird aufgesetzt, um das Bier länger kalt zu halten.

 

Verabschiedung nach Meetings

Deutschland: Nach einem Meeting mit Kunden verabschiedet man sich mit einem Händedruck und den üblichen Redewendungen.

Japan: Bei wichtigen Kundenmeetings werden zum Abschluss Geschenke überreicht. Durch die stark beziehungsorienterte Kultur dienen solche Geschenke dazu, auch über das Treffen hinaus in Erinnerung zu bleiben. Nach Abendessen mit Kunden erhalten diese auch noch Gebäckschachteln für die zu Hause wartenden Ehefrauen.

 

Cool

Deutschland: In vielen westlichen Ländern gelten chinesische Schriftzeichen als cool und deshalb werden sie auch sehr gerne bei Tätowierungen ausgewählt. Leider hat der Betrachter manchmal das Gefühl, dass die Träger nicht immer wissen, was ihre Tätowierungen bedeuten.

Piktogramm: Die hier abgebildeten Schriftzeichen, mit denen ihre Träger tatsächlich unterwegs sind, heißen: auf dem Arm links: Kuh, auf dem Bein: Kraftschwein, auf dem Arm rechts: bester Bonsai.

Japan: In Japan gelten Aufschriften in westlichen Sprachen als cool. Oft findet man absurde Sprüche auf Tragetaschen, Schreibblöcken oder auch auf T-Shirts.

Piktogramm: "shitty boy" ist sicher eine fehlerhafte lautsprachliche Übertragung des englischen Wortes Cityboy, "Sex on the bitch" wurde auf ein Kinder-T-Shirt gedruckt und "Diarreha" fand vielleicht ein Designer einfach eine nette Aneianderreihung von Buchstaben. Es gibt sogar ein sehr populäres Getränk in Japan, das Pocari Sweat heißt.

 

Präsentationen

Deutschland: Bei deutschen Firmenpräsentationen wird größter Wert auf Standards gelegt. Fast alle Firmen haben eine Vereinbarung für corporate identity, bei der beispielsweise auch feste Regeln für Folienpräsentationen festgelegt werden. Farbe, Schrift, Schriftgröße fast alles wird hier geregelt.

Japan: Japanische Präsentationen verwirren werstliche Betrachter häufig durch eine Fülle an Informationen. Dazu kommen viele Farben, unterschiedliche Schriften und Grafiken aller Art. Es kostet Zeit, diese Präsentationen genau zu analysieren, aber bald stellt man fest, dass sich sehr viele voneinander abhängige Informationen hierin befinden.

 

Weibliches Styling

Deutschland: Frauen in Deutschland kleiden sich gerne praktisch und angepasst an die Jahreszeit und die Witterung. Sehr viele modische Kleidungsstücke wie Jeans und T-Shirts sind unisex und werden gleichermaßen von Frauen und Männern getragen.

Japan: In japanischen Städten befindet man sich immer auf dem Laufsteg. Es wird größten Wert auf Mode gelegt, bekannte Designermode steht sehr hoch im Kurs, aber auch junge Labels aus aller Welt sind in Japan äußerst erfolgreich. Wind und Wetter scheinen die modebewusste Japanerin nicht stark zu beeinflussen: Nie sind die Miniröcke kürzer als im Winter. 

 

Feiertage

Deutschland: In Deutschland gibt es je nach Bundesland zwischen 9 und 13 Feiertage. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, gibt es keinen zusätzlichen freien Tag.

Im Piktogramm wird dies dargestellt durch den schwarzen Pfeil, der den Feiertag am 1. Mai darstellen soll, der hier auf einen Sonntag fällt.

Japan: In Japan gibt es 15 gesetzliche Feiertage. Fällt einer dieser Feiertage auf einen Sonntag, wird er am darauffolgenden Montag nachgeholt.

Im Piktogramm stellt der schwarze Pfeil, der auf den Sonntag zeigt, den Feiertag 1. Mai dar. Der rote Pfeil zeigt auf den Montag, an dem der Feiertag nachgeholt wird. Deshalb ist der Montag ebenfalls rot dargestellt.

 

Lebensmitteleinkäufe

Deutschland: Häufig werden hier wöchentliche Großeinkäufe mit dem Auto gemacht. Dazu fährt man gerne in sehr große Supermärkte, wo man gut parken kann und neben Lebensmitteln auch viele weitere Produkte des täglichen Gebrauchs findet.

Japan: Hier gibt es bei weitem nicht so viele große Supermärkte, die man mit dem Auto ansteuert. Beliebter ist es, fast täglich frische Lebensmittel zu kaufen, häufig mit dem Fahrrad. An jedem Bahnhof gibt es kleine Supermärkte und 24-Stunden-Läden und wenn man vom Arbeiten zurück kommt, kauft man noch schnell ein. Vorratshaltung ist in Japan aufgrund mangelnden Stauraums und kaum vorhandener Kellern auch nicht gut möglich.

 

Sicherheitsbedürfnis

Deutschland und Japan: Eine interessante und wichtige Gemeinsamkeit der beiden Länder. Sowohl in Deutschland als auch in Japan ist das Sicherheitsbedürfnis sehr groß, hier dargestellt durch ein gleich großes Sicherheitsschloß. In Deutschland äußert sich dies durch sehr viele Versicherungen, die für alle Lebensbereiche abgeschlossen werden. In Japan zeigt es sich z.B. daran, dass Züge stehen bleiben, wenn Nebel herrscht, um niemanden zu gefährden oder an der äußerst personalintensiven Absicherung von städtischen Straßenbauarbeiten. Im Geschäftsleben führt das japanische Sicherheitsbedürfnis zu vielen Detailfragen und zahlreichen Mails, die in cc an viele Kollegen geschickt werden.

 

Bevorzugte Kommunikation im Büro

Deutschland: Effektives Arbeiten ist sehr wichtig und Sachorientierung steht dabei im Vordergrund. Deshalb ist es üblich, sich wenn möglich über Mail und Telefon auszutauschen. Natürlich werden auch viele Meetings abgehalten, aber wenn die Arbeitsgruppen räumlich getrennt arbeiten, werden diese auch gerne mit Hilfe modernen Kommunikationsmitteln wie Tele- und Videokonferenzen durchgeführt. Kunden werden nur bei konkreten Projekten oder bestehenden Problemen persönlich besucht.

Japan: In der beziehungsorientierten Kultur Japans ist es sehr wichtig, sich persönlich zu treffen. Moderne Kommunikationsmittel werden auch ständig benutzt, aber wenn immer möglich, versucht man sich direkt zu sehen. Vor allem Kunden werden regelmäßig besucht, auch wenn keine aktuellen Probleme bestehen. Effizienz im Arbeitsleben steht auch heute noch nicht im Focus.

 

Nonverbale Kommunikation

Deutschland: Ein Nein wird hier deutlich ausgedrückt durch Kopf schütteln und den dazu passenden Gesichtsausdruck.

Japan: So wie man meist auf das direkt ausgesprochene Wort für Nein verzichtet, so wird es auch nonverbal eher durch Handzeichen wie gekreuzte Finger oder Hände statt durch Mimik ausgedrückt.

 

Work-Life-Balance

Deutschland: Der Begriff work-life-balance ist in den letzten Jahren wichtig geworden als Ausdruck dafür, dass die Freizeit einen höheren Stellenwert einnimmt, als in früheren Zeiten. Hier dargestellt durch den Liegestuhl, der mehr Gewicht einnimmt als das Werkzeug, das die Arbeit symbolisiert.

Japan: Nach wie vor wiegt die die Waagschale der Arbeit schwerer als die der Freizeit. Freizeit ist schön, aber für Berufstätige in Büros gibt es noch immer endlose Arbeitszeiten.

 

Urlaub

Deutschland: Deutsche sind Reiseweltmeister und besonders beliebt sind Reisen ins Ausland.

Im Piktogramm symbolisieren die Pfeile die Reisen außerhalb Deutschlands.

Japan: Japaner reisen ebenfalls sehr gerne, aber im Vergleich wesentlich häufiger im Inland als ins Ausland. Auch die Reisedauer ist in Japan deutlich kürzer. Oft wird nur eine Nacht in einem schönen Onsenhotel (heiße Quellen) in den Bergen verbacht.

 

Prozess oder Ergebnis

Deutschland: In Deutschland ist es für Vorgesetzte vor allem wichtig, das Ergebnis einer gestellten Aufgabe zu kennen.

Piktogramm: Der Hut und die Krawatte stellen den Vorgesetzten dar. In der Sprechblase ist unten als Abschluss der Überlegung das Zeichen für Summe dargestellt, begleitet von Fragezeichen und Ausrufezeichen. Dies soll zeigen, dass der Chef nach dem Ergebnis fragt und dieses bestätigt.

Japan: In Japan möchten Vorgesetzte normalerweise das Vorgehen der Mitarbeiter bei den Problemstellungen kennen und fragen deshalb nach dem Prozess und nicht nur nach dem Ergebnis.

Im Piktogramm ist diese Frage dargestellt durch miteinander verknüpfte grafische Symbole, die den Prozess darstellen, nach dem der Chef fragt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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